Fortbildung zur Gedenkstätte Stutthof

Perspektiven der Erinnerung

Fortbildung für Jugendbildner*innen und Lehrer*innen zu Gedenkstättenfahrten mit Jugendlichen an der Gedenkstätte Stutthof und in Danzig vom 14.11. bis 20.11.2021

Erinnerungsorte sind herausfordernde Lernorte. Durch eigenes Erfahren am historischen Ort können sie die Geschichte und die Dimension der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Europa vermitteln und bieten Besuchenden durch die Einbeziehung aller aktivierten Sinne die Möglichkeit, eigene Erfahrungen und Weltanschauungen damit in Verbindung zu setzen und zu reflektieren. Der Besuch mit Jugendgruppen erfordert deshalb nicht nur ein besonders hohes Maß an Fachwissen zur Geschichte, sondern auch zum Ort in seiner gegenwärtigen Gestalt, der immer in Hinsicht auf verschiedene europäische Erinnerungskulturen und Perspektiven dekonstruiert werden muss. Hinzu kommt die themenspezifische besondere Schwierigkeit des Umgangs mit verschiedenen Empfindungen und Betroffenheiten der jungen Menschen in Bezug auf das Erinnern und Gedenken an die Opfer. Im Fokus dieser Fortbildung stehen die drei verbindenden Aspekte des Wissens – Fühlens – Reflektierens am historischen Ort aus unterschiedlichen Perspektiven.

Programm

Vorbereitung

Die Vorbereitungsveranstaltung wird voraussichtlich digital stattfinden.

Anreisetag 14.11.2021

Anfahrt für alle und Einchecken
21:00 freiwilliges Get Together

1. Programmtag (15.11.): Herzlich Willkommen in Polen!

7:00 Frühstück
8:00 Begrüßung und Einstieg im Gruppenraum
10:00 Geführter Stadtspaziergang zur Geschichte Danzigs
13:00 Mittagessen
14:00 Abfahrt Westerplatte
14:30 Geführte Besichtigung der Westerplatte
18:00 Gelebte Erinnerungskultur: Gespräch mit einem Nachsteller der Kämpfe um die Westerplatte

2. Programmtag (16.11.): Polen im zweiten Weltkrieg

8:00 Frühstück
9:00 Einstieg in den Tag im Gruppenraum
10:00 Individuelle Erkundung des Museums des 2. Weltkriegs
12:30 Gespräch mit der pädagogischen Abteilung des Museums
14:00 Mittagessen
15:00 Perspektivwechsel: Individuelle Spurensuche in Danzig mit Fotoauftrag
17:30 gemeinsamer Treffpunkt
18:00 Vorstellung und Besprechung der Ergebnisse

3. Programmtag (17.11.): Spurensuche an unerschlossenen Orten der Erinnerung

7:00 Frühstück
8:00 Wo der September 1939 Spuren hinterließ
10:30 Abfahrt Starogard Gdanski
12:00 Mittagessen
13:00 Annäherung an einen unbekannten Gedenkort: Landesanstalt für psychisch Kranke Konradstein und Erschießungsort Wald bei Szpęgawsk
16:30 Abfahrt nach Danzig
18:00 Gruppenraum: Auswertung des Tages und Ausblick
20:00 Abendessen

4. Programmtag (18.11.): Die Gedenkstätte durch meine Augen

7:00 Frühstück
7:45 Auschecken und Bus beladen
8:00 Abfahrt
9:00 Unbekannte Orte: Spurensuche der Todesmärsche an der Anlegestelle Prom Świbno und einem Außenlager
11:00 Geführte Besichtigung der Gedenkstätte
14:30 Mittagessen
16:00 Individuelle Besichtigung mit Fotoaufgabe
17:00 Abfahrt und einchecken im Hotel
18:30 Auswertung des Tages
20:00 Abendessen

5. Programmtag (19.11.): Die Gedenkstätte durch andere Augen

7:00 Frühstück
8:00 Einstieg in den Tag im Gruppenraum
9:30 Pädagogische Abteilung des Museums: Vorstellung der Möglichkeiten
10:30 Vorstellung der Ergebnisse der Fotoaufgabe und Diskussion
11:30 Möglichkeit einige der Orte aufzusuchen, die vorgestellt wurden
13:00 Mittagessen
14:30 Workshops der pädagogischen Abteilung
16:30 Abschied von Stutthof
17:30 Auswertungsrunde zur gesamten Fahrt
20:00 Abendessen und Abschied

Abreisetag 20.11.2021

Individuelle Abreise und Möglichkeit zur eigenen Erkundung Danzigs

Die Veranstaltung wird durch Bartholomäus Fujak vom IBB e.V. und Emilia Simon von der Zentralstelle geleitet.

Teilnahme

Mit Förderung durch die Bundeszentrale für politische Bildung beträgt der Teilnahmebetrag 200,- Euro.

Im Preis enthalten sind:
– Unterkunft in EZ & Verpflegung vor Ort
– Programm inkl. der Exkursionen
– Referent*innen und Reisebegleitung
– Unfall-, Kranken- und Haftpflichtversicherung
– Transfers vor Ort im Rahmen des Programms
Die An- und Abreise muss von den Teilnehmenden selbst geplant und übernommen werden.

Die Teilnehmendenzahl wird aufgrund der Pandemie auf maximal 18 Teilnehmende beschränkt. Es ist vorab ein Nachweis der vollständigen Impfung oder der Genesung zu erbringen, der mindestens vom 14. – 20. November wirksam ist.

Ansonsten gelten die allgemeinen Teilnahmebedingungen der IBB gGmbH.

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