Austausch und Vernetzung zu Gedenkstättenfahrten 1/2025

Erstes halbjährliches Austausch- und Vernetzungstreffen der Zentralstelle für die Förderung von Gedenkstättenfahrten im März 2024

Am 31. März 2025 fand erneut das halbjährliche digitale Austauschtreffen der Zentralstelle für die Förderung von Gedenkstättenfahrten statt. Über 30 Teilnehmende aus ganz Deutschland kamen zusammen, um aktuelle Herausforderungen und zukünftige Planungen zu besprechen.

Zu Beginn stand ein thematischer Impuls zu kreativen Methoden in der Gedenkstättenarbeit im Fokus. Zu Gast waren Dunja Müller, die als Referentin für Schulentwicklung und Evaluation im Katholischen Schulwerk in Bayern arbeitet, sowie Christian Landgraf, Mitarbeiter der Bildungsabteilung der KZ-Gedenkstätte Flossenbürg. Die beiden stellten die Gedenkstättenfahrt „Erinnerung bewegt“ vor, die im Herbst 2024 in die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg stattfand. Die Fahrt thematisierte verstärkt die Funktionen von Kunst im Konzentrationslager sowie bewegungspädagogische Methoden. Gemeinsam mit dem Tanzpädagogen Alan Brooks näherte sich die Gruppe achtsam dem Thema.

Im Anschluss beantworteten die Referierenden Fragen aus dem Plenum – insbesondere zu den Methoden, inklusiven Ansätzen der Tanzpädagogik und der Auswahl der Teilnehmenden.

Es folgte die Austauschrunde in Kleingruppen von je fünf Personen. In einem Padlet sammelten wir gemeinsam mit den Teilnehmenden Antworten und Anregungen zu folgenden Impulsfragen

  • Wie gestaltet sich die Planung für 2025 und 2026?
  • Was waren und sind zurzeit die größten Herausforderungen?
  • Zu welchen Themen wünschen Sie sich Möglichkeiten zur Fortbildung und zum Austausch?

Ein zentrales Anliegen der Teilnehmenden war die Finanzierung von Gedenkstättenfahrten. Zu den aktuellen Herausforderungen zählen nach wie vor die stetig steigenden Kosten, die schon lange nicht mehr von den unveränderten Sätzen des Kinder- und Jugendplans (KJP) gedeckt werden können. Die Kostensteigerungen müssen durch Drittmittel aufgefangen oder als Teilnahmebeitrag an die Teilnehmenden weitergegeben werden, was Gedenkstättenfahrten immer mehr zu einem Privileg für Kinder wohlhabender Familien macht. Mit einer Anpassung der Fördersätze des KJP ist aktuell noch nicht zu rechnen.

Einen größeren Gesprächsanteil nahm die Frage zur Rollenverteilung zwischen außerschulischen Teamenden und Lehrkräften ein. Die Teilnehmenden teilten ihre Erfahrungen zur Zusammenarbeit mit Lehrkräften und diskutierten, wie die Arbeitsaufteilung gut gelingen kann. Um den „außerschulischen Charakter“ der Fahrt zu bewahren, übernehmen in der Regel die Teamenden die pädagogischen, inhaltlichen und organisatorischen Aufgaben vor Ort, während die Lehrkräfte Verantwortung für die Aufsichtspflicht tragen.

Des Weiteren wurden konkrete Tipps zu Buchungen in den KZ-Gedenkstätten Auschwitz-Birkenau und Buchenwald ausgetauscht. Außerdem wurde der Wunsch nach einer Fortbildung zu Methoden für Vorbereitungstreffen für Gedenkstättenfahrten geäußert.

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden für den gemeinsamen Austausch und freuen uns auf das nächste Treffen!

Das nächste Austauschtreffen findet voraussichtlich im Herbst 2025 statt.


Das Padlet mit allen gesammelten Antworten finden Sie hier.

Die PowerPoint mit Informationen zum Antragsverfahren finden Sie hier.


Haben wir Ihr Interesse an unseren Veranstaltungen geweckt? Dann abonnieren Sie gerne unseren Newsletter.

Unser Newsletter informiert Sie über bevorstehende Veranstaltungen der Zentralstelle und inhaltlich interessante Projekte zu Gedenkstättenfahrten.

Tragen Sie sich ein!

Informieren Sie sich zu unserem Datenschutz.

2 Kommentare

Die Kommentare sind geschlossen.