Wir möchten Sie hiermit zu unserem halbjährlichen digitalen Informations- und Austauschtreffen der Zentralstelle für die Förderung von Gedenkstättenfahrten einladen. Das Treffen findet am 4. März 2026 von 10 bis 14 Uhr statt.
Insbesondere soll es um Vorgaben undÄnderungen im Antragsverfahren gehen. Wir möchten die Gruppe teilen: Für neue Antragstellende, die beispielweise bisher über die Bethe-Stiftung gefördert wurden, bieten wir eine allgemeine Einführung in das Antragsverfahren an, für erfahrende Antragstellende einen Überblick zu Neuerungen mit Gelegenheit zum Austausch untereinander.
10:15 Uhr Impuls zu nachhaltigen Gedenkstättenfahrten und allgemeiner Austausch in Kleingruppen
11:30 Uhr Einführung zu den Pauschalen und Prämien für Nachbereitung, Dokumentation und Öffentlichkeitsarbeit
12:00 Uhr Mittagspause
12:45 Uhr Vorgaben und Änderungen im Antragsverfahren in zwei Gruppen:
Einführung in das Antragsverfahren
Neuerungen und Austausch
13:45 Uhr gemeinsamer Abschluss und Feedback
Die Veranstaltung wird wieder über Zoom stattfinden. Den Link mit den Einwahldaten senden wir Ihnen vor der Veranstaltung zu. Wir freuen uns über eine rege Teilnahme. Bitte melden Sie sich bis zum 27. Februar 2025 über diesen Link an:
Multiperspektivische Herangehensweisen für Gedenkstättenfahrten und die Auseinandersetzung mit NS-Verbrechen im Dialog mit postmigrantischen und muslimischen Akteur*innen
Mit dem Ziel, gesellschaftliche Multiperspektivität in der erinnerungspädagogischen Arbeit zu fördern, laden wir interessierte Multiplikator*innen zu einer Fachtagung am 2. und 3. Dezember nach Duisburg ein.
Die Zusammensetzung der Teilnehmenden an Gedenkstättenfahrten spiegelt die zunehmende Diversität der Migrationsgesellschaft in Deutschland wider. Angesichts der zunehmenden rassistischen Vorfälle und Verbrechen in unserer Gesellschaft haben junge Menschen den Bedarf, bei Gedenkstättenfahrten offen über Gegenwartsbezüge zu sprechen und zu diskutieren, wie die Forderung “Nie wieder ist jetzt” konkret umgesetzt werden kann. Dadurch entstehen besondere Anforderungen an die pädagogischen Begleitpersonen der Jugendlichen bei diesen Fahrten.
Die Tagung wird gefördert aus Mitteln des Kinder- und Jugendplans des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ), und ist eine Kooperationsveranstaltung des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerks gGmbH, der Muslimischen Akademie Heidelberg, der Evangelischen Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung und des Zentrums für Erinnerungskultur Duisburg. Sie richtet sich an wissenschaftliche und pädagogische Mitarbeitende von Gedenkstätten, Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte von Schulen sowie Mitarbeitende von Trägern der politischen Jugendbildung mit postmigrantischem und muslimischem Selbstverständnis.
*Mindestbeitrag für die Teilnahme ohne Übernachtung; bei Übernachtung vor Ort fallen die Sätze höher aus; Verpflegung inbegriffen
Die Anzahl der Plätze ist begrenzt. Alle Interessierten erhalten Anfang Oktober eine Rückmeldung, ob sie einen Teilnahmeplatz bekommen haben.
Wir freuen uns, wenn wir Sie als Teilnehmer*in bei der Tagung begrüßen dürfen!
Hier finden Sie detailliertere Infos zum Programm:
Programmübersicht Fachtagung Tag 1
12:00-12:45 Uhr
Ankommen und informelles Netzwerken bei einem Mittagsimbiss
12:45-13:30 Uhr [Achtung: geändert!]
Eröffnung und Kennenlernen
13:30-14:00 Uhr
Impulsvortrag(auf Englisch) Prof. Dr. Esra Özyürek University of Cambridge, Sultan Qaboos Professor of Abrahamic Faiths and Shared Values
14:15-15:30 Uhr
Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Esra Özyürek University of Cambridge, Sultan Qaboos Professor of Abrahamic Faiths and Shared Values Prof. (em.) Dr. Wolfgang Benz TU Berlin, Ehemaliger Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung Prof. Dr. Jens-Christian Wagner Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora und Professor für Geschichte in Medien und Öffentlichkeit an der Friedrich-Schiller-Universität Jena Dr. Imen Ben Temelliste Muslimische Akademie Heidelberg, Projektleiterin für Antisemitismuskritische Bildungsarbeit in der (Post)Migrationsgesellschaft
15:45-17:15 Uhr
Wahl-Workshops
1: Traumasensibles Arbeiten im Kontext von Gedenkstättenfahrten nach dem Healing-Classrooms-Ansatz Marlies Knoops und Nina Alerić (International Rescue Committee)
2: „Warum Täter sein, wenn man Opfer sein kann?“ Ambivalenzen moderner Erinnerungskultur zwischen Identifikation, Verantwortung und Leerstellen Furkan Yüksel und Kiril Denisov (Referenten in der historisch politischen Bildungsarbeit)
3: Themenkomplex Palästina–Israel Lili Zahavi und Nadine Migesel (Projekt Trialoge, Gesellschaft im Wandel gGmbH)
17:30-18:00 Uhr
Abschluss des ersten Tages
18:00-19:00 Uhr
Zeit für Check-In im Hotel
ab 19:00 Uhr
Gemeinsames Abendessen
Programmübersicht Fachtagung Tag 2
09:00-12:30 Uhr
Rassismus- und kolonialismuskritische Perspektiven auf die Erinnerungsarbeit Input & Diskussion im Zentrum für Erinnerungskultur: Ausstellung „ÜBERSEeHEN“, Webdokumentation „Ein Anderes Duisburg“, Gedenkstättenfahrten lokalhistorisch einbetten