Wir möchten Sie hiermit zu unserem halbjährlichen digitalen Informations- und Austauschtreffen der Zentralstelle für die Förderung von Gedenkstättenfahrten einladen. Das Treffen findet am 23. September 2026 von 10 bis 14 Uhr statt.
Im Mittelpunkt stehen dieses Mal der Austausch zur Planung 2027 sowie aktuelle Herausforderungen in Ihrer Praxis. Zudem möchten wir mit Ihnen ins Gespräch kommen, wie Jugendliche stärker in die Gestaltung von Verhaltenserwartungen während der Fahrt eingebunden werden können, etwa in Form eines gemeinsam abgestimmten Code of Conduct. Uns interessiert, was in Ihrer Praxis bereits funktioniert, wo Sie Hürden sehen, ob gemeinsames Interesse an einer unverbindlichen Orientierungshilfe besteht und welche Punkte dabei von größter Bedeutung sein könnten. Ergänzend informieren wir wie gewohnt über aktuelle Förderbedingungen.
Wir werden interaktiv arbeiten: Mit Padlet sammeln wir Ihre Erfahrungen und Fragen auch schriftlich, über Mentimeter holen wir Stimmungsbilder und Priorisierungen ein und in Breakout-Sessions bleibt Raum für den vertieften Austausch in kleineren Gruppen.
10:15 Uhr Austausch zur Planung 2027 und aktuelle Herausforderungen (Padlet und Breakout-Sessions)
11:00 Uhr Kurze Pause
11:15 Uhr Jugendliche einbinden – gemeinsame Verhaltenserwartungen vor Gedenkstättenfahrten (Impuls und Breakout-Sessions zum Code of Conduct)
12:15 Uhr Mittagspause
12:45 Uhr Förderbedingungen (insb. Neuerungen für 2027)
13:45 Uhr gemeinsamer Abschluss und Feedback
Die Veranstaltung wird wieder über Zoom stattfinden. Den Link mit den Einwahldaten senden wir Ihnen voraussichtlich am 21. September 2026 zu. Wir freuen uns über eine rege Teilnahme. Bitte melden Sie sich bis zum 16. September 2026 über diesen Link an:
Fortbildung zum Umgang mit rechtsextremen und antisemitischen Äußerungen bei Gedenkstättenfahrten 26.–30. Oktober 2026 Weimar
Wie reagiere ich, wenn Jugendliche an einem Gedenkort relativieren, provozieren oder offen menschenfeindliche Positionen äußern? Was kann ich als pädagogische Fachkraft in solchen Momenten tun – und wo liegen die Grenzen des eigenen Handelns? Und wie lassen sich Gedenkstättenfahrten in nachhaltige demokratiepädagogische Prozesse einbetten?
Diese Fragen stehen im Mittelpunkt unserer fünftägigen Fortbildung in Weimar. Sie richtet sich an Jugendbildner*innen und Multiplikator*innen aus schulischen und außerschulischen Kontexten, die ihre Handlungssicherheit im Umgang mit menschenfeindlichen Äußerungen bei Gedenkstättenfahrten stärken möchten.
Schwerpunkte der Fortbildung
Die Fortbildung verbindet fachlichen Input, interaktive Methoden und praxisnahe Fallarbeit entlang von drei Schwerpunkten: die Reflexion der eigenen pädagogischen Haltung, die Auseinandersetzung mit Chancen und Grenzen des Handelns sowie die Entwicklung konkreter Interventionsstrategien. Gemeinsam mit der Gedenkstätte Buchenwald und weiteren externen Referierenden setzen wir uns damit auseinander, wie Gedenkstättenbesuche sinnvoll in längerfristige Bildungsprozesse eingebettet werden können.
Programm im Überblick
Tag
Schwerpunkte
Mo, 26.10.
Anreise, Kennenlernen, Einstieg ins Thema
Di, 27.10.
Eigene Rolle reflektieren, Handlungsoptionen erarbeiten
Im Beitrag enthalten sind Unterkunft in Einzelzimmern, Programm sowie Verpflegung ab Montagnachmittag bis Freitagmittag. An- und Abreise tragen die Teilnehmenden selbst.
Reduzierter Beitrag
125 €
Standardbeitrag
175 €
Institutioneller / solidarischer Beitrag
225 €
Ergänzende Online-Vortragsreihe
Die Fortbildung ist inhaltlich mit der Online-Vortragsreihe „Was steckt dahinter?”verzahnt, die ab September 2026 Hintergrundwissen zu Narrativen, Codes und Ideologien vermittelt. Für Teilnehmende der Fortbildung empfehlen wir insbesondere die Vorträge zu Antisemitismus (22.09.) und Die Neue Rechte (29.09.) als inhaltliche Vorbereitung. Alle weiteren Vorträge der Reihe – ab November zu unterschiedlichen Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit – sind ebenfalls offen für Fortbildungsteilnehmende. Beide Formate können jedoch unabhängig voneinander besucht werden.
Anmeldung
Die Anmeldung erfolgt über ein Online-Formular. Neben organisatorischen Angaben fragen wir nach bisherigen Erfahrungen mit Gedenkstättenfahrten und konkreten Herausforderungen aus der pädagogischen Praxis – als Grundlage für die gemeinsame Fallarbeit.
Was steckt dahinter? – Codes, Narrative und Ideologien erkennen und einordnen
Online-Vortragsreihe der Zentralstelle zur Förderung von Gedenkstättenfahrten – Herbst 2026
Eine relativierende Bemerkung vor der Gedenkstättentafel, Kleidung als Symbolik, die man einordnen können muss. Oder ein Witz im Gruppenchat auf dem Weg nach Buchenwald, der auf den ersten Blick harmlos klingt – aber keiner ist. Menschenfeindliche Äußerungen bei Gedenkstättenfahrten sind nicht immer laut und eindeutig. Oft sind sie subtil, beiläufig oder bewusst verschlüsselt – und gerade deshalb schwer zu greifen.
Genau hier setzt die Online-Vortragsreihe „Was steckt dahinter?” an. Sie vermittelt Hintergrundwissen zu Ideologien, historischen Wurzeln und aktuellen Ausdrucksformen von Menschenfeindlichkeit – und lädt zugleich dazu ein, die eigene Wahrnehmung und Perspektive zu reflektieren. Beides zusammen bildet die Grundlage für die pädagogische Arbeit vor, während und nach Gedenkstättenfahrten.
Die Reihe richtet sich an Lehrkräfte, Jugendbildnerinnen und Multiplikatorinnen, die Gruppen zu Gedenkstätten begleiten oder auf solche Fahrten vorbereiten. Einzelne Vorträge können unabhängig voneinander besucht werden – eine Teilnahme an der gesamten Reihe ist nicht erforderlich.
Die Termine im Überblick
(jeweils via Zoom, 90–120 Minuten, in der Regel von 14-16 Uhr)
Datum
Thema
Referent*in
15.09.2026
NS-Gedenkstätten und -Erinnerungsorte als Angriffsfläche der extremen Rechten
Sabine Reimann
22.09.2026
Antisemitismus gestern und heute – Kontinuitäten und Erscheinungsformen aktueller Judenfeindschaft
Dr. des. Markus Weiss
29.09.2026
Völkische Raumeinnahme im Digitalen – Ein Einblick in rechtsextreme Kommunikationsstrategien & Memekultur
Theresa Lehmann
06.10.2026 (Achtung, geänderter Termin)
Struktureller Rassismus und digitale Gewalt – Kontinuitäten und gegenwärtige Ausdrucksformen im postdigitalen Zeitalter
Prof. Dr. Cora Bieß
10.11.2026 (Achtung, geänderter Termin)
Sexismus und Antifeminismus – Wo reaktionäre Geschlechterbilder auf Rechtsextremismus treffen
Dr. Juliane Lang
17.11.2026 (Achtung, geänderter Termin)
Ableismus und Behindertenfeindlichkeit – Von Ausgrenzung bis zu extrem rechter Gewalt
Dr. Lina Brink, Katja Sternberger
24.11.2026 (Achtung, geänderter Termin)
Antiziganismus in Bildungskontexten erkennen und bearbeiten – Stereotype, Narrative und gesellschaftliche Ausgrenzung
Dr. Arne Schrader
Jeder Termin verbindet einen Fachvortrag mit Kleingruppenarbeit und einer gemeinsamen Diskussion. Eigene Erfahrungen aus der Begleitung von Gedenkstättenfahrten sind ausdrücklich willkommen.
Kombination mit der Präsenzfortbildung in Buchenwald
Wer darüber hinaus konkrete Handlungsstrategien für den Umgang mit menschenfeindlichen Äußerungen bei Gedenkstättenfahrten erarbeiten möchte, kann die Fortbildung “Haltung zeigen – sicher handeln” in Weimar und der Gedenkstätte Buchenwald (26.–30. Oktober 2026) besuchen. Auch diese kann unabhängig von der Online-Reihe gebucht werden. Für Teilnehmende der Präsenzfortbildung empfehlen wir jedoch die vorherige Teilnahme an den Online-Vorträgen zu Antisemitismus (22.09.) und Die Neue Rechte (29.09.) als inhaltliche Vorbereitung.
Teilnahme und Anmeldung
Die Teilnahme an der Online-Reihe ist kostenfrei. Sie können das Anmeldeformular auch mehrfach ausfüllen. Melden Sie sich gerne frühzeitig an.
Wir möchten Sie hiermit zu unserem halbjährlichen digitalen Informations- und Austauschtreffen der Zentralstelle für die Förderung von Gedenkstättenfahrten einladen. Das Treffen findet am 4. März 2026 von 10 bis 14 Uhr statt.
Insbesondere soll es um Vorgaben undÄnderungen im Antragsverfahren gehen. Wir möchten die Gruppe teilen: Für neue Antragstellende, die beispielweise bisher über die Bethe-Stiftung gefördert wurden, bieten wir eine allgemeine Einführung in das Antragsverfahren an, für erfahrende Antragstellende einen Überblick zu Neuerungen mit Gelegenheit zum Austausch untereinander.
10:15 Uhr Impuls zu nachhaltigen Gedenkstättenfahrten und allgemeiner Austausch in Kleingruppen
11:30 Uhr Einführung zu den Pauschalen und Prämien für Nachbereitung, Dokumentation und Öffentlichkeitsarbeit
12:00 Uhr Mittagspause
12:45 Uhr Vorgaben und Änderungen im Antragsverfahren in zwei Gruppen:
Einführung in das Antragsverfahren
Neuerungen und Austausch
13:45 Uhr gemeinsamer Abschluss und Feedback
Die Veranstaltung wird wieder über Zoom stattfinden. Den Link mit den Einwahldaten senden wir Ihnen vor der Veranstaltung zu. Wir freuen uns über eine rege Teilnahme. Bitte melden Sie sich bis zum 27. Februar 2025 über diesen Link an:
Multiperspektivische Herangehensweisen für Gedenkstättenfahrten und die Auseinandersetzung mit NS-Verbrechen im Dialog mit postmigrantischen und muslimischen Akteur*innen
Mit dem Ziel, gesellschaftliche Multiperspektivität in der erinnerungspädagogischen Arbeit zu fördern, laden wir interessierte Multiplikator*innen zu einer Fachtagung am 2. und 3. Dezember nach Duisburg ein.
Die Zusammensetzung der Teilnehmenden an Gedenkstättenfahrten spiegelt die zunehmende Diversität der Migrationsgesellschaft in Deutschland wider. Angesichts der zunehmenden rassistischen Vorfälle und Verbrechen in unserer Gesellschaft haben junge Menschen den Bedarf, bei Gedenkstättenfahrten offen über Gegenwartsbezüge zu sprechen und zu diskutieren, wie die Forderung “Nie wieder ist jetzt” konkret umgesetzt werden kann. Dadurch entstehen besondere Anforderungen an die pädagogischen Begleitpersonen der Jugendlichen bei diesen Fahrten.
Die Tagung wird gefördert aus Mitteln des Kinder- und Jugendplans des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ), und ist eine Kooperationsveranstaltung des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerks gGmbH, der Muslimischen Akademie Heidelberg, der Evangelischen Trägergruppe für gesellschaftspolitische Jugendbildung und des Zentrums für Erinnerungskultur Duisburg. Sie richtet sich an wissenschaftliche und pädagogische Mitarbeitende von Gedenkstätten, Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte von Schulen sowie Mitarbeitende von Trägern der politischen Jugendbildung mit postmigrantischem und muslimischem Selbstverständnis.
*Mindestbeitrag für die Teilnahme ohne Übernachtung; bei Übernachtung vor Ort fallen die Sätze höher aus; Verpflegung inbegriffen
Die Anzahl der Plätze ist begrenzt. Alle Interessierten erhalten Anfang Oktober eine Rückmeldung, ob sie einen Teilnahmeplatz bekommen haben.
Wir freuen uns, wenn wir Sie als Teilnehmer*in bei der Tagung begrüßen dürfen!
Hier finden Sie detailliertere Infos zum Programm:
Programmübersicht Fachtagung Tag 1
12:00-12:45 Uhr
Ankommen und informelles Netzwerken bei einem Mittagsimbiss
12:45-13:30 Uhr [Achtung: geändert!]
Eröffnung und Kennenlernen
13:30-14:00 Uhr
Impulsvortrag(auf Englisch) Prof. Dr. Esra Özyürek University of Cambridge, Sultan Qaboos Professor of Abrahamic Faiths and Shared Values
14:15-15:30 Uhr
Podiumsdiskussion mit Prof. Dr. Esra Özyürek University of Cambridge, Sultan Qaboos Professor of Abrahamic Faiths and Shared Values Prof. (em.) Dr. Wolfgang Benz TU Berlin, Ehemaliger Leiter des Zentrums für Antisemitismusforschung Prof. Dr. Jens-Christian Wagner Direktor der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora und Professor für Geschichte in Medien und Öffentlichkeit an der Friedrich-Schiller-Universität Jena Dr. Imen Ben Temelliste Muslimische Akademie Heidelberg, Projektleiterin für Antisemitismuskritische Bildungsarbeit in der (Post)Migrationsgesellschaft
15:45-17:15 Uhr
Wahl-Workshops
1: Traumasensibles Arbeiten im Kontext von Gedenkstättenfahrten nach dem Healing-Classrooms-Ansatz Marlies Knoops und Nina Alerić (International Rescue Committee)
2: „Warum Täter sein, wenn man Opfer sein kann?“ Ambivalenzen moderner Erinnerungskultur zwischen Identifikation, Verantwortung und Leerstellen Furkan Yüksel und Kiril Denisov (Referenten in der historisch politischen Bildungsarbeit)
3: Themenkomplex Palästina–Israel Lili Zahavi und Nadine Migesel (Projekt Trialoge, Gesellschaft im Wandel gGmbH)
17:30-18:00 Uhr
Abschluss des ersten Tages
18:00-19:00 Uhr
Zeit für Check-In im Hotel
ab 19:00 Uhr
Gemeinsames Abendessen
Programmübersicht Fachtagung Tag 2
09:00-12:30 Uhr
Rassismus- und kolonialismuskritische Perspektiven auf die Erinnerungsarbeit Input & Diskussion im Zentrum für Erinnerungskultur: Ausstellung „ÜBERSEeHEN“, Webdokumentation „Ein Anderes Duisburg“, Gedenkstättenfahrten lokalhistorisch einbetten