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Jugend erinnert: Austausch mit Förderern in Berlin

Jugendgruppen im Gespräch mit Bundesministerin Karin Prien und Eheleute Bethe der Bethe-Stiftung

Karin Prien (CDU, BMBFSFJ) und Roswitha Bethe und Erich Bethe treffen Jugendliche aus dem Programm “Jugend erinnert” in Berlin, 31.03.2026. (c) Sebastian Rau/BMBFSFJ/photothek.de

Am 31.03. trafen sich Karin Prien, Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) und die Eheleute Erich und Roswitha Bethe (Bethe-Stiftung) mit zwei Jugendgruppen aus Berlin und Gera. Seit Anfang 2026 verdoppelt die Bethe-Stiftung die Mittel des BMBFSFJ aus dem Programm „Jugend erinnert“ auf insgesamt 3,5 Mio. Euro, die das Internationale Bildungs- und Begegnungswerk als Zentralstelle verwaltet.

Die beiden Jugendgruppen hatten im September 2025 und im März 2026 an Gedenkstättenfahrten nach Auschwitz-Birkenau teilgenommen. Unter dem Motto „Erinnern statt Vergessen“ besuchte die Katholische junge Gemeinde (KjG) Berlin in Kooperation mit dem Bund Deutscher Katholischer Jugend (BDKJ) Berlin im September 2025 zum dritten Mal die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau. Es nahmen Jugendliche im Alter von 15 bis 21 Jahren teil, die von einem jungen ehrenamtlichen Team begleitet wurden. Im Mittelpunkt des inhaltlichen Konzepts standen die persönlichen Biografien der KZ-Häftlinge.

Jugendliche aus der KjG Berlin berichten anhand eines Plakats von ihrer Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz im September 2025.
Jugendliche aus der KjG und BDKJ Berlin berichten anhand eines Plakats von ihrer Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz im September 2025. (c) Sebastian Rau/BMBFSFJ/photothek.de

Die zweite Gruppe kam von der Integrierten Gesamtschule (IGS) Gera und besuchte im März 2026 die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau. Entsprechende Fahrten werden von der IGS Gera bereits seit vielen Jahren organisiert. Sie wurden bisher von der Bethe-Stiftung im Rahmen ihrer Kooperation mit dem Land Thüringen bezuschusst. Die diesjährige Fahrt, die aufgrund der geltenden Übergangsregel vom Förderverein der IGS Gera beantragt werden konnte, fand erstmals im Rahmen der neuen Kooperation von BMBFSFJ und Bethe-Stiftung statt. Während der Fahrt beschäftigte sich die Gruppe einerseits mit dem Schicksal von Familien, die in Auschwitz ermordet wurden. Andererseits setzte sie sich anhand von Biografien des KZ-Personals mit der Frage auseinander, wie Menschen zu Tätern werden.

Die Jugendgruppe der IGS Gera fuhr März 2026 nach Auschwitz und berichten in Kleingruppen von den Themen, mit denen sie sich vor Ort beschäftigt haben. Karin Prien, Erich Bethe und Roswitha Bethe hören zu.
Die Jugendgruppe der IGS Gera fuhr März 2026 nach Auschwitz und berichten in Kleingruppen von den Themen, mit denen sie sich vor Ort beschäftigt haben. (c) Sebastian Rau/BMBFSFJ/photothek.de

Im Rahmen der Veranstaltung stellten die Jugendlichen ihre Fahrten im Ministerium anhand von selbsterstellten Plakaten vor. Anschließend tauschten sich die Jugendgruppen mit Bundesbildungsministerin Karin Prien und den Eheleuten Erich und Roswitha Bethe aus. Im Mittelpunkt stand die Frage, inwiefern die Jugendlichen bereits im eigenen Umfeld von ihren Fahrten berichtet hatten und dadurch als Multiplikator*innen für die Beteiligung an Gedenkstättenfahrten wirken.

Nach der Vorstellung der Fahrten begab sich die Gruppe an das Denkmal für die ermordeten Juden Europas und legte dort Blumen nieder und gedachte gemeinsam der Opfer des Holocausts. Zwei Teilnehmerinnen lasen zu diesem Zweck ein Gedicht einer polnischen Auschwitz-Überlebenden sowie einen Appell von Margot Friedländer an die jüngeren Generationen vor.

Die Jugendlichen tragen ein Gedicht bei der Gedenkveranstaltung vor.
Zwei Teilnehmerinnen der Jugendgruppen tragen ein Gedicht und ein Zitat vor. (c) IBB gGmbH

Der Austausch mit Jugendlichen, die im Programm 'Jugend erinnert' bereits an einer Gedenkstättenfahrt teilgenommen haben, hat mir gezeigt, wie wertvoll es ist, wenn junge Menschen an authentischen Orten der NS-Verbrechen Geschichte unmittelbar und direkt erfahren – und daraus Verantwortung für unsere Demokratie entwickeln.”

Bundesministerin Karin Prien

Jugendliche legen weiße Rosen nieder.
(c) IBB gGmbH
Für die Gedenkveranstaltung wurden weiße Rosen niedergelegt.
(c) IBB gGmBH

Meldung des BMBFSFJ: Gemeinsam für eine starke Erinnerungskultur – BMBFSFJ

Meldung der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas: Karin Prien, Erich und Roswitha Bethe sowie Jugendgruppen aus Gera und Berlin legen Blumen am Holocaust-Denkmal nieder – Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas


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