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2. Austauschtreffen 2022

Onlineveranstaltung zum Austausch und Information zur Förderung von Gedenkstättenfahrten

Am Mittwoch, den 26. Oktober 2022, fand erneut das Austauschtreffen der Zentralstelle für die Förderung von Gedenkstättenfahrt in digitaler Form statt. Die Veranstaltung begann mit einer Kennenlernrunde mit den circa 30 Teilnehmenden aus ganz Deutschland.

Das Treffen findet in der Regel halbjährlich statt und soll allen antragstellenden Organisation Gelegenheit zum Austausch geben und organisatorische Fragen zur Förderung klären. Während sich in der Pandemie das Onlineformat bewährt hat, sollen Treffen im ähnlichen Format künftig im Wechsel von Online und Präsenz stattfinden.

Nach einer Vorstellung der aktuellen Zahlen für das Jahr 2022 konnten sich die Teilnehmenden in sogenannten Breakoutrooms in Kleingruppen zusammentun. Dort besprachen sie, welche aktuellen Herausforderungen sie 2022 gemeistert hatten und welche Hindernisse sie für das kommende Jahr erwarten. Die Covid-19-Pandemie beschäftigt die Teilnehmenden noch immer und auch die Inflation und Preissteigerungen infolge des russischen Angriffkrieges auf die Ukraine, führen bei der Organisation und Finanzierung von Gedenkstättenfahrten zu Problemen. Insgesamt zeigten sich die Teilnehmenden aber positiv darüber, wie viele Fahrten sie 2022 durchführen konnten und erklärten, dass sie für 2023 mit einem noch größeren Bedarf rechnen:

Im Anschluss zeigte das Team der Zentralstelle eine PowerPoint-Präsentation zu den Grundlagen der Förderung durch den Kinder- und Jugendplan, sowie die formalen und inhaltlichen Voraussetzungen einer Förderung. Anschließend ging die Gruppe einen typischen Ablauf der Antragsstellung durch: Von der Beantragung der Fahrt und was dabei zu beachten ist, über die Ausstellung eines Weiterleitungsvertrages hin zu den Bestandteilen eines vollständigen Verwendungsnachweises. Die Teilnehmenden bekamen die Möglichkeit, alle offenen Fragen zu stellen.

Die gezeigte PowerPoint-Präsentation finden Sie hier.

Das Team der Zentralstelle bedankt sich bei allen Teilnehmenden für den konstruktiven Austausch.

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Fortbildung: Gedenkstättenfahrten im Fußballkontext

Gedenkstättenfahrten im Fußballkontext – Bericht

Fortbildung für Aktive in der Fanarbeit und in Fanprojekten, die Gedenkstättenfahrten mit Jugendlichen durchführen möchten

Bild mit Arbeitsplakaten der Veranstaltung. Ein Plakat zu Arbeitsschwerpunkten in der Fanarbeit, ein Plakat zu Wünschen an die Veranstaltung und das Titelbild zu der Veranstaltung.

25 Teilnehmende aus neun Bundesländern nahmen an unserer Fortbildung „Gedenkstättenfahrten im Fußballkontext“ teil. Die Kooperationsveranstaltung mit der LAG Fanprojekte NRW und Zweitzeugen e.V. fand vom 18. bis 20. September 2023 im Haus Landeskirchlicher Dienste Dortmund statt. Teilgenommen haben Aktive aus der Fußball-Fanarbeit, von Fanprojekten und Fanbetreuungen sowie Ehrenamtliche im Breitensport.

Thematisch behandelte die Fortbildung inhaltliche Zugänge mit Fußballbezug für Gedenkstättenfahrten und behandelte darauf aufbauend die Grundlagen von Planung und Finanzierung durch die Zentralstelle für die Förderung von Gedenkstättenfahrten.

Was haben wir gemacht?

Am ersten Tag wurde die Gruppe durch Zoe Stupp, Emilia Simon (IBB gGmbH) und Patrick Arnold (LAG Fanprojekte NRW) begrüßt und lernte sich kennen. Den thematischen Einstieg läutete Peter Römer (Villa ten Hompel Münster) ein. Er diskutierte mit den Teilnehmenden, welche Erinnerungsarbeit eine Gedenkstätte im Kontext Fußball beziehungsweise mit Fußballfans machen möchte und wo Schnittstellen dieser verschiedener Interessen liegen. Besonders spannend gestalteten sich dabei die Gespräche zur Freiwilligkeit der Teilnahme und zu persönlichen Motivationen der Fußballfans.

Am zweiten Tag starteten die Teilnehmenden vormittags in ihre erste Workshop-Phase: In ihrem Workshop „Mit der Lupe auf dem Platz. Biografische Spurensuche vom Fußballplatz bis zur Gedenkstätte“ erarbeitete die politische Bildnerin Romina Leiding gemeinsam mit den Teilnehmenden biografische Ansätze für Gedenkstättenfahrten und stellte darüber hinaus den Ansatz der Holocaust Education vor. Im parallelen Workshop „NS-Zwangsarbeitslager auf Fußballplätzen“ beschäftigten sich die Teilnehmenden gemeinsam mit Melanie Helming und Julian Krings (Gedenkstätte Augustaschacht Osnabrück) zunächst mit NS-Zwangsarbeit im Allgmeinen, stellten dann Zusammenhänge zum Fußball her und arbeiteten mit konkreten Materialien und Quellen, die im Rahmen des Projekts „Von einem Ort des Jubels zu einem Ort des Unrechts“ zusammengestellt wurden.

In einem sehr persönlichen Vortrag stellte Ruth-Anne Damm die Geschichte und Bildungsarbeit von Zweitzeugen e.V. vor. Sie erzählte wie die Idee Zeitzeuginnen und Zeitzeugen in Israel zu interviewen und ihre Geschichte weiterzutragen zu den heutigen vielfältigen Bildungsangeboten führte, die sich stets aus den persönlichen Interessen und Perspektiven der Teilnehmenden und Zweitzeug*innen speisen.

In der zweiten Workshopphase widmete sich der Paula Scholz (KZ-Gedenkstätte Neuengamme) unter dem Titel „Spurensuche vor Ort – Lokale Bezüge in der historisch-politischen Bildungsarbeit“ der kritischen Betrachtung von Täterbiografien, die in der historischen Bildung im Fußballkontext bislang wenig behandelt werden, für eine multiperspektivische Darstellung aber wichtig sind. Zeitgleich arbeitete Melanie Helming mit ihrer Workshop-Kleingruppe zu Biografien und Lebenswegen diverser Verfolgtengruppen vom Wohnort bis du den Deportationszielen.

Bild von Patrick Arnold (LAG Fanprojekte NRW) und Ruth-Anne Damm (Zweitzeugen e.V.) beim Vortrag zur Bildungsarbeit von Zweitzeugen e.V.

Am dritten Tag führten Zoe Stupp und Emilia Simon (IBB gGmbH) durch die Voraussetzungen für die Förderung des BMFSFJ und das Antragsverfahren und ergänzten wichtige Punkte, die es bei der Planung und Organisation von mehrtägigen Gedenkstättenfahrten zu berücksichtigen gibt. Sie verknüpften die inhaltlichen Fragen aus dem neuen Antragsformular der Zentralstelle mit den Erkenntnissen des Vortages in Bezug auf Multiperspektivität durch die Einbeziehung verschiedener Opfer- und Täterbiografien sowie der Einbeziehung partizipativer Programmelemente für die Teilnehmenden.

Eine Abschlussdiskussion mit Daniel Lörcher (what matters projects gGmbH) zu Potenzialen von Gedenkstättenfahrten und praktischen Erfahrungen aus der Bildungsarbeit mit Fußballfans und Vereinen rundete die Fortbildung ab.

Bild von Daniel Lörcher (what matters projects gGmbH) und Zoe Stupp (IBB gGmbH) beim Abschlussvortrag, im Vordergrund ein Teilnehmer in einem T-Shirt mit bunter Aufschrift: Change is a Team Sport.

“Change is a Team Sport”

Die Fortbildung konnte die Teilnehmenden so inhaltlich und organisatorisch bei der Planung ihrer Gedenkstättenfahrten im Kontext Fußball unterstützen und ihnen darüber hinaus die Möglichkeit zur Vernetzung und zum Erfahrungsaustauschs geben.

Die Veranstaltung war eine Kooperation zwischen IBB gGmbH, LAG Fanprojekte NRW und Zweitzeugen e.V. und wurde gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die LAG Fanprojekte NRW.

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Methodenbildung 2023

Online-Fortbildung für Teamerinnen und Teamer für Gedenkstättenfahrten mit Jugendlichen

Vom 6. September bis 11. Oktober 2023 führte die Zentralstelle für die Förderung von Gedenkstättenfahrten in Kooperation mit dem Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk e.V. zwei Methodenfortbildungen für Teamerinnen und Teamer, die Gedenkstättenfahrten mit Jugendlichen planen, durch.

Im Mittelpunkt der beiden Fortbildungen standen die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung einer Gedenkstättenfahrt sowie Grundlagen der historisch-politischen Bildung. Die Teilnehmenden erarbeiteten sich während der Fortbildungen eigene Methodenboxen, die sie in Zukunft für ihre eigenen Gedenkstättenfahrten nutzen können.

Auf der Moodle-Plattform www.bildung-ev-nrw.de wurden den Teilnehmenden Materialien, Medien und Aufgaben zum Selbststudium zur Verfügung gestellt. Eine Aufgabe bestand darin, einen kleinen Erinnerungsort am eigenen Wohnort zu recherchieren und diesen im Anschluss durch einen thematischen roten Faden mit einer größeren NS-Gedenkstätte zu verknüpfen. Auf Basis dieser zwei Orte stellten die Teilnehmenden erste Überlegungen für ein eigenes Programm einer Gedenkstättenfahr an und probierten im Anschluss kreative Methoden zur Arbeit vor Ort aus.

Durch die Nutzung des Videokonferenzdienstes Zoom konnten 21 Personen aus insgesamt acht Bundesländern teilnehmen. Die Teilnehmenden kamen aus unterschiedlichen Bereichen, beispielsweise aus historisch-politischen Bildungsvereinen, der kirchlichen Arbeit, dem Sportbereich sowie aus Schulen. Die diverse Zusammensetzung bereicherte die Fortbildungen, da sich die Teilnehmenden über ihre Erfahrungen aus der Praxis der Bildungsarbeit mit verschiedenen Zielgruppen austauschen und ihre Kenntnisse zu verschiedenen Gedenkstätten in der Runde teilen konnten. 

Die Fortbildung wurde von Jocelyne Jakob vom IBB e.V. und Zoe Stupp aus der Zentralstelle geleitet und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert.

Hier finden Sie die Ankündigung und Ausschreibung zu der Veranstaltung.


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1. Austauschtreffen 2023

Onlineveranstaltung der Zentralstelle für die Förderung von Gedenkstättenfahrten

Am Donnerstag, den 27. April 2023, fand erneut das digitale Austauschtreffen der Zentralstelle für die Förderung von Gedenkstättenfahrten mit 33 Interessierten aus ganz Deutschland statt. Bei dem halbjährlich stattfindenden Treffen tauschen sich Multiplikator*innen von antragstellenden Organisationen aus und können Fragen zur Förderung stellen.

Nach einer Vorstellung bekamen die Teilnehmenden in sogenannten Breakoutrooms, die Möglichkeit sich in Kleingruppen von bis zu sechs Personen zu aktuellen Herausforderungen und ihrer Planung für 2023 und 2024 zu unterhalten.

Aktuelle Herausforderungen

Als zentrales Problem wurden dabei die Preissteigerungen benannt, die zu massiven Problemen bei der Planung und Finanzierung von Gedenkstättenfahrten führen, da die Fördermittel oft nicht genügen und dadurch die Teilnahmebeiträge stark erhöht werden müssen. Die Covid19-bedingten Pause hat außerdem zu Problemen in der Kommunikation mit Lehrkräften, Busunternehmen, Teamenden und Guides in den Gedenkstätten geführt. Weiterhin steht auch die Frage im Vordergrund, wie die außerschulischen Organisationen kooperierende Schulen von Gedenkstättenfahrten an andere Orte als Auschwitz Birkenau überzeugen können. Screenshots der Padlets der Kleingruppen finden Sie hier:

Förderbedingungen

In der zweiten Hälfte der Veranstaltung stellte die Zentralstelle das neue Merkblatt für die Förderung von Gedenkstättenfahrten vor und gab den Teilnehmenden erneut die Möglichkeit zum Austausch in Kleingruppen. Hier gab es Gelegenheit Erfahrungen zur Planung von Fahrten zu wenig erschlossenen Orten, mit neuen Zielgruppen oder zu besonderen Schwerpunktsetzungen zu teilen. Neue Konzepte oder Programme für neue Orte zu erarbeiten, stellt die außerschulischen Organisationen weiterhin vor große Herausforderungen, da kooperierenden Schulen hauptsächlich Fahrten an die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau anfragen. Trotzdem sammelten die Teilnehmenden zahlreiche Ideen für Erinnerungsorte, in die sie gerne in Zukunft Gedenkstättenfahrten organisieren möchten.

Im Anschluss zeigte das Team der Zentralstelle Neuerungen in der Antragstellung auf, die mit einem neuen digitalen Antragsformular, das ab dem 1. Juli 2023 auf der Webseite veröffentlicht wird, abgefragt werden. Zudem wurden noch spezielle Fragen zum Verwendungsnachweis besprochen, insbesondere Anforderungen an Belege. Zum Abschluss hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, noch offenen Fragen zu stellen und Rückmeldungen zu der Veranstaltung zu geben.

Die Dokumentation der gesamten Veranstaltung finden Sie hier.

Eine PowerPoint Präsentation, die die wichtigsten Fragen zur Förderung zusammenfasst, finden Sie hier.

Das Team der Zentralstelle bedankt sich bei allen Teilnehmenden für den konstruktiven Austausch.

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Fortbildung: Perspektiven der Erinnerung

Perspektiven der Erinnerung – Fortbildung in Danzig und an der Gedenkstätte Stutthof

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Vom 14. bis 20. November 2021 fand unsere Fortbildung “Perspektiven der Erinnerung” in Danzig und an der Gedenkstätte Stutthof statt. Teilgenommen haben 17 Jugendbilderinnen und Jugendbildner und Lehrerinnen und Lehrer aus Nordrhein-Westfalen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Berlin. Die Fahrt wurde von der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert und geleitet durch Emilia Simon von der Zentralstelle und Bartholomäus Fujak vom IBB e.V.

Im Fokus des Programms standen verschiedene Annäherungen an die polnische Perspektive auf den zweiten Weltkrieg. Zoe Stupp von der Zentralstelle hat die Fortbildung bei Twitter begleitet:

1. Programmtag (15.11.): Herzlich Willkommen in Polen!

2. Programmtag (16.11.): Polen im zweiten Weltkrieg

3. Programmtag (17.11.): Die Gedenkstätte durch meine Augen

4. Programmtag (18.11.): Die Gedenkstätte durch andere Augen sehen

5. Programmtag (19.11.): Spurensuche an unerschlossenen Orten der Erinnerung

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Methodenfortbildungen des IBB e.V.

Spurensuche vor Ort zur Vorbereitung auf eine Gedenkstättenfahrt mit Jugendlichen

Von den Spuren der NS-Geschichte vor der eigenen Haustür bis zur Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz, Buchenwald oder Dachau: Einen weiten Bogen spannten sechs, teilweise parallel laufende Methodenfortbildungen für Gedenkstättenfahrten mit Jugendlichen, die die Zentralstelle zur Förderung von Gedenkstättenfahrten im Zeitraum vom 27. Oktober bis 22. Mai 2021 in Kooperation mit dem Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk e.V. in Dortmund angeboten hatte.

Denn bei Gedenkstättenfahrten spielen eine gute Vor- und Nachbereitung zunehmend eine zentrale Rolle. Bereits vor Ort kann ein Bezug zur Lebenswelt der Jugendlichen hergestellt werden, der am jeweiligen Ziel der Gedenkstättenfahrt vertieft wird und möglicherweise ein nachhaltiges Engagement initiiert. Zudem bieten regionale oder lokale Lernorte unter den aktuellen Bedingungen der Corona-Pandemie interessante Chancen für die (historisch-) politische Bildung.

Ausschnitt aus einem Comic aus der Methodenfortbildung. Diese Zeichnung wurde eingescannt, um sie im digitalen Seminarraum gemeinsam bearbeiten zu können.

Im Mittelpunkt der Methodenfortbildungen standen die Planung einer Gedenkstättenfahrt und die Vermittlung eines Portfolios an Methoden für eine zielgruppengerechte Gestaltung. Auf der Moodle-Plattform www.bildung-ev-nrw.de wurden den Teilnehmenden Materialien, Medien und Aufgaben zum Selbststudium zur Verfügung gestellt. Die Inhalte und Arbeitsergebnisse wurden in Videokonferenzen präsentiert, diskutiert und vielfältig dokumentiert. Eine Herausforderung bestand darin, dass Methoden nicht direkt an einem Lernort der NS-Geschichte angewandt werden konnten, sondern in den digitalen Seminarraum verlegt werden mussten. Die Kartenarbeit zum Beispiel erfolgt allerdings schon seit längerer Zeit nicht mehr anhand von Plänen aus Papier, sondern mit digitalen Tools wie der Ethermap, die nun in den virtuellen Zusammenkünften gemeinsam am Monitor bearbeitet wurde.

Die Zeitstrahlmethode und Bilderassoziationen wurden auf das Jamboard oder Padlet verlegt. Arbeitsergebnisse wurden fotografiert und über Screensharing im virtuellen Seminarraum gezeigt. Im Dialog lernten die Teilnehmenden besonders auch die digitalen Tools kennen und schätzen.

Start des letzten Seminars

Jocelyne Jakob, Referentin für historisch-politische Bildung im IBB e.V., leitete die sechs digitalen Methodenfortbildungen.

„Wir setzen digitale Tools schon seit mehreren Jahren auf unseren Gedenkstättenfahrten ein, weil sie interessante didaktische Möglichkeiten eröffnen“, sagt Jocelyne Jakob, Referentin für historisch-politische Bildung beim IBB e.V. „Die Tools stehen allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern natürlich auch für die eigene Erinnerungsarbeit weiterhin zur Verfügung.“

In den sechs digitalen Methodenfortbildungen des IBB e.V. entstand durch die engagierte und kreative Mitarbeit der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein über das Seminarende hinaus zur Verfügung stehendes Wiki zur Spurensuche vor Ort: Stadtrundgänge entlang von Stolpersteinen, eine Spurensuche an ungewöhnlichen Orten wie zum Beispiel einer psychiatrischen Klinik oder die Erschließung von lokalen Lernorten der NS-Geschichte verknüpften die Teilnehmenden inhaltlich geschickt mit den geplanten Gedenkstättenseminaren. Die konkreten Beispiele lassen sich meist auch in abgewandelter Form auf andere Städte und Erinnerungsorte übertragen.

Alle Gruppen profitierten dabei von ihrer diversen Zusammensetzung. Teilnehmende wählten sich nicht nur aus Nordrhein-Westfalen ein, sondern unter anderem aus Berlin, Hamburg, Leipzig und Karlsruhe. Sie bereicherten die Fortbildungen durch ihre unterschiedlichen Erfahrungen in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit und ihre Kenntnis unterschiedlicher lokaler Erinnerungsorte. Als inspirierend für alle Teilnehmenden erwies sich zudem der Austausch über konkrete Pläne für Gedenkstättenfahrten unter anderem mit jungen Geflüchteten und der allgemeine Erfahrungsaustausch. So äußerten die Teilnehmenden den Wunsch nach weiteren, auch kürzeren digitalen Fortbildungen wahlweise mit und ohne Präsenzanteil.

Viele Fragen drehten sich zudem um die Gestaltung von Gedenkstättenfahrten für bi- oder multinationale Gruppen. Um das offensichtlich wachsende Interesse an einer Grenzen überwindenden Arbeit an einer europäischen Erinnerungskultur aufzufangen, sei allerdings eine gezielt auf das Thema abgestimmte Methodenfortbildung zu konzipieren.

Alle sechs Fortbildungen wurden gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung. Weitere Fortbildungen sind geplant.

Methodenfortbildungen des BW HU

Methodenfortbildungen: Bildungswerk der Humanistischen Union deckt das Bilderbuffet und füllt den Materialspeicher

Deckblatt des Veranstaltungsflyers für die Methodenfortbildung in Kooperation mit dem Bildungswerk der Humanistischen Union

Ein Bilderbuffet auf dem Bildschirm und am Ende eine wachsende Materialsammlung für alle: Zwei digitale Methodenfortbildungen mit dem Titel  „…irritierende Orte in der historisch-politischen Bildung“ bot die Zentralstelle zur Förderung von Gedenkstättenfahrten vom 14. Oktober bis 18. November 2020 und vom 13. Januar bis 3. Februar 2021 in Kooperation mit dem Bildungswerk der Humanistischen Union und dem Erinnerungsort Alter Schlachthof Düsseldorf an.

Als „irritierende Orte“ bezeichnete das Bildungswerk der Humanistischen Union Lernorte der NS-Geschichte: Besucher wie auch Teamerinnen näherten sich diesen Orten häufig mit der mehr oder weniger unausgesprochenen Erwartung mit Erinnerungsstücken oder historischen Fakten irritiert, verunsichert oder zum Nachdenken angeregt zu werden. NS-Gedenkstätten und Erinnerungsorten werde zudem zunehmend ein hohes Maß an Bildungsaufgaben zugeschrieben, das über die Vermittlung des geschichtlichen Wissens hinausgeht: Gedenkstättenseminare werden demnach häufig mit Anspruch verknüpft, einen Teil zur Menschenrechtsbildung und Demokratieerziehung beizutragen. Entsprechend hoch sind die Erwartungen an die Gestaltung von Gedenkstättenseminaren, schildert das Bildungswerk der Humanistischen Union.

Die Fortbildungen setzten deshalb nicht nur auf innovative Methoden zur Geschichtsvermittlung, sondern thematisierten auch die Rolle der Teamenden,  Erwartungshaltungen der Teilnehmenden und auch die Sprache als Vermittlungsmedium. Zudem stellen Jugendliche häufig spannungsreiche Gegenwartsbezüge her: Alltagsrassismus, Antisemitismus und rechte Gewalt sind immer wieder Themen auf den Gedenkstättenfahrten und -seminaren. Häufig sind die Gruppen auch heterogen zusammengesetzt. Unterschiedlich tiefes Vorwissen, persönliche Eindrücke und unterschiedliche Perspektiven auf die Erinnerungsorte müssen aufgefangen und bearbeitet werden. Die Leitung von Gedenkstättenfahrten und –seminaren erfordere daher ein hohes Maß an pädagogischer Erfahrung und Fingerspitzengefühl.

Die Methodenfortbildungen zur Leitung von Gedenkstättenfahrten mit Jugendlichen behandelten deshalb inhaltlich nicht nur Fragen zur Konzeption einer Gedenkstättenfahrt, sondern auch Anregungen zur Vorbereitung mit Bezügen zu lokalen Erinnerungsorten und Ideen, wie das bei den Jugendlichen geweckte Interesse an der NS-Geschichte auch nach Abschluss eines Seminars wachgehalten und mit neuen Projekten fortgeführt werden kann.

Kritisch thematisiert wurden in den Fortbildungen aktuelle Diskurse über kollektives Erinnern und „Gegenwartsbewältigungen“ (Max Czollek) und anhand des Kurzfilms „Mazel Tov Cocktail“ auch die Frage, ob überhaupt aus negativer Geschichte etwas für die Gegenwart zu lernen sei, die der Soziologe Harald Welzer und andere thematisiert haben.

Wie in digitalen Lernformaten üblich, wurden die Inhalte teilweise gemeinsam, in Kleingruppen und Einzelarbeit erarbeitet und zusammengetragen. Am Ende stand eine weiter wachsende Sammlung von Materialien und Praxis-Ideen in einer Cloud bereit, die durch Handreichungen und fertige Methodensammlungen, etwa aus der Arbeit der NS-Dokumentation Ordensburg Vogelsang und aus dem Kontext der Arbeit des Fritz-Bauer-Instituts Frankfurt ergänzt wurden. So schufen die Teilnehmenden einen wachsenden Materialspeicher statt wie sonst üblich einen Methodenkoffer.

Zudem erprobten die Teilnehmenden auch innovative Methoden der Seminararbeit wie das Bilderbuffet, bei dem sich die Teilnehmenden aus 20 angebotenen Fotos bedienen durften, die – nicht immer klar ersichtlich – mit Orten und Themen der NS-Geschichte in Zusammenhang stehen und die Selbst-Vorstellung und den Einstieg in eine offene Diskussion erleichtern – was gerade bei rein digitalen Formaten erfahrungsgemäß schwieriger ist. Für die Feedback-Runden wurden das Fünf-Finger-Feedback, das One-Minute-Feedback und die Stille Diskussion erprobt. Zur digitalen Zusammenarbeit wurden das Padlet und das Jamboard eingesetzt. An kritischen Fragen – etwa israelbezogenem Antisemitismus oder gegenüber Konzepten einer „multidirectional memory (Michael Rothberg) – geriet die Diskussion im digitalen Seminarraum freilich an Grenzen.

Als inspirierend für alle Teilnehmenden erwies sich die heterogene Zusammensetzung der Seminarteilnehmenden: Erfahrene Teamende und Neueinsteigende, ehrenamtlich Tätige und ausgebildete Lehrkräfte, jüngere und ältere führten Fragen und Erfahrungen in einem für alle inspirierenden Austausch zusammen.

Als deutlicher Vorteil der digitalen Fortbildungsformate erwies sich, dass ein großer Kreis von Interessierten erreicht werden konnte. Um einen lebhaften Austausch und eine intensive Zusammenarbeit an den Seminarinhalten zu ermöglichen, sollte die Gruppe der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an einer digitalen Fortbildung allerdings auch nicht zu groß sein, so die Erfahrung.

Ein ursprünglich geplanter Besuch des Lernorts Alter Schlachthof Düsseldorf musste Corona-bedingt abgesagt werden.

Alle Fortbildungen wurden gefördert durch die Bundeszentrale für politische Bildung.

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Jugend erinnert: Auftakt

Programm “Jugend erinnert”: Bundesregierung erhöht Mittel für Gedenkstättenfahrten bereits für 2019

Bundesfamilienministerin Dr. Franziska Giffey und Außenminister Heiko Maas haben heute (29. Januar 2019) in Berlin die internationalen Schwerpunkte des Programms „Jugend erinnert“ vorgestellt. Die gute Nachricht für Jugendliche und Träger der außerschulischen Jugendarbeit: Die Bundesregierung erhöht die Fördermittel für außerschulische Gedenkstättenfahrten für 2019 und 2020 auf insgesamt 2,5 Millionen Euro. Damit können etwa 500 Fahrten von Jugendgruppen zu Lernorten der Geschichte gefördert werden. Mehr als 10.000 Jugendliche können teilnehmen. Anträge können ab sofort an die IBB gGmbH als Zentralstelle des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gestellt werden.

Außenminister Heiko Maas und Bundesfamilienministerin Franziska Giffey stellen Programm „Jugend erinnert“ in Berlin vor

„Wir möchten möglichst vielen jungen Menschen den Besuch eines Lernorts der NS-Vergangenheit ermöglichen“,

sagte Familienministerin Dr. Franziska Giffey in Berlin.

“Die Jugendlichen berichten immer wieder davon, wie sehr sie die realen Orte der Verbrechen beeindruckt haben. Diese Erfahrungen können sie nur dort machen.”

Dabei gehe es nicht allein um die Vermittlung von historischem Wissen, sondern besonders auch um den Bezug zur Gegenwart:

„Wer vor Ort erlebt hat, wohin Nationalsozialismus und Rassismus führen, wird mit viel größerer Überzeugung für unsere freiheitliche Demokratie, eine vielfältige Gesellschaft und ein friedliches Europa eintreten“, sagte Familienministerin Giffey.

Zur Vorstellung der Schwerpunkte des Programms „Jugend erinnert“ empfingen Familienministerin Giffey und Außenminister Maas 50 Jugendliche aus Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, dem Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Sie hatten bereits an einer Gedenkstättenfahrt teilgenommen und schilderten, mit welchen Erwartungen sie sich den Lernorten der NS-Geschichte genähert hatten – und welche tiefen Eindrücke ihr Besuch bei ihnen hinterlassen hatte.

„Wir halten in diesen Tagen inne, um der 13 Millionen Menschen zu gedenken, die der Mordmaschinerie der Nationalsozialisten zum Opfer fielen“, sagte Außenminister Heiko Maas im Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Er erinnerte daran, dass das größte Menschheitsverbrechen der Geschichte von Deutschland ausgegangen sei. Dies sei Auftrag und Ansporn zu einem Eintreten gegen Antisemitismus, Antiziganismus und jegliche Form von Diskriminierung und Rassismus.

„Zukunft braucht Erinnerung“, sagte Außenminister Maas. „Wir brauchen ein Erinnern für die Gegenwart.“

Die Förderung von Gedenkstättenfahrten ist nur ein Baustein des Programms „Jugend erinnert“, mit dem die Bundesregierung ein weiteres Vorhaben des Koalitionsvertrages verwirklicht. Darüber hinaus sieht das Programm unter anderem auch einen Wettbewerb an Deutschen Auslandschulen vor („Erinnern für die Gegenwart“), das deutsch-polnische Pilotprojekt „menschen gedenken – jugend macht zukunft“, die Förderung von bi- sowie trilateralen Jugendbegegnungen sowie Fortbildungen für pädagogische Fachkräfte.

„Wir freuen uns besonders, dass Jugendgruppen nun auch seltener besuchte Erinnerungsorte in Polen (Majdanek und Treblinka), Belarus (Ghetto Minsk und Vernichtungsort Trostenez) und Lettland (Ghetto Riga und Vernichtungsort Bikernieki) erkunden können“,

sagte Peter Junge-Wentrup, der den Bereich Gedenkstättenfahrten für die IBB gGmbH koordiniert. Er hatte gemeinsam mit den zuständigen IBB-Referentinnen Olga Rensch-Wetzel und Emilia Simon die Jugendlichen zu ihrer Präsentation in Berlin begleitet.

Im Jahr 2018 waren aus Mitteln des Kinder- und Jugendplans 142 Gedenkstättenfahrten mit insgesamt 750.000 Euro gefördert worden. Das Programm zur Förderung von Gedenkstättenfahrten läuft unbefristet. Aus Mitteln des Kinder- und Jugendplans des Bundes werden Gedenkstättenfahrten außerschulischer Träger der Jugendarbeit gefördert. Diese Förderung  erfolgt ergänzend zu den Programmen der Länder für schulische Gedenkstättenfahrten.

Alle Fotos auf dieser Seite: Thomas Imo / photothek.net

Hier finden Sie den ursprünglichen Bericht auf www.ibb-d.de.

Tagung: 75 Jahre nach Auschwitz

Tagung in Schwerte: “Der Antisemitismus war nie weg”

„Zum 75. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz müssen wir ernüchtert feststellen: Der Antisemitismus war nie weg.“ Mit deutlichen Worten eröffnete Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Antisemitismusbeauftragte des Landes Nordrhein-Westfalen, am Freitagabend (24.01.2020) die zweitägige Konferenz „75 Jahre  nach Auschwitz – Potentiale historisch-politischer Bildung an Gedenkstätten und Erinnerungsorten“ in der Evangelischen Akademie Villigst in Schwerte.

Mehr als 100 Akteure der Erinnerungsarbeit sowie Lehrkräfte verfolgten am ersten Tagungstag inspirierende Input-Vorträge von Sabine Leutheusser-Schnarrenberger und Prof. Dr. Astrid Messerschmidt von der Bergischen Universität Wuppertal.

Etwa 100 haupt- und ehrenamtliche Akteure der Erinnerungsarbeit und Lehrkräfte diskutierten an zwei Tagen, wie der Besuch historischer Orte der NS-Zeit vorurteilsbehaftete Haltungen aufbrechen und gegen Antisemitismus und Rassismus wirken kann. Denn: „Auch heute müssen wir uns erneut die Frage stellen, wie wir darauf reagieren, dass Menschen in unserem Land aufgrund ihrer Religion angegriffen, dass Anschläge auf Synagogen verübt und Friedhöfe geschändet werden, und das Wort „Jude“ zu einem gängigen Schimpfwort auf Schulhöfen geworden ist“, sagte Leutheusser-Schnarrenberger weiter. Deshalb sei es ihr auch ein besonderes Anliegen die historisch-politische Bildung als bedeutenden Aspekt im Einsatz gegen Antisemitismus zu würdigen.

„Mit fast 200 Gedenkstättenfahrten nach Auschwitz und zu weiteren Mordstätten jedes Jahr ermöglichen wir nicht nur eine intensive Auseinandersetzung mit der NS-Geschichte, sondern stellen immer auch die Frage, was dies für jeden einzelnen für die Gegenwart bedeutet“, sagte Peter Junge-Wentrup, Beauftragter für Gedenkstättenfahrten im IBB Dortmund (IBB gGmbH). „Zur Weitergabe der Erinnerung sehen wir uns verpflichtet.“

Diskutiert wurde vor diesem Hintergrund auch, wie zukünftig noch mehr Jugendliche für ein Lernen aus der Geschichte erreicht werden können: „Gedenkstättenbesuche sind oftmals mit der immensen Erwartung verbunden, bei jungen Menschen menschenverachtende und rassistische Haltungen aufzubrechen oder gar eine Immunisierung gegen diese zu bewirken“, sagte Tagungsleiter Michael Moser, Referent für politische Jugendbildung (Schwerpunkt „Demokratie stärken“) im Institut für Kirche und Gesellschaft. „Mir ist es wichtig, hier zu einer realistischen Einschätzung zu gelangen. Durch kontinuierliche Kooperationen zwischen Fachkräften der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit können und sollten die Potentiale historischer Orte aus der Zeit des Nationalsozialismus für die Demokratieförderung genutzt werden.“ Über Chancen und Grenzen einer rassismuskritischen Bildungsarbeit referierte Prof. Dr. Astrid Messerschmidt von der Universität Wuppertal. Stefan Querl vom Geschichtsort Villa ten Hompel Münster berichtete über Zugänge des Lernens an Erinnerungsorten. Gerhard Schick vom WDR stellte das WDR-Projekt AR 1933-1945 als Beispiel für die Rolle der Augmented Reality in der historisch-politischen Bildung vor. In einem Workshop präsentierten Gedenkorte in Bonn, Dortmund und Münster ihr Bildungsangebot. Einen resümierenden Vortrag hielt Dr. Anke Hoffstadt vom Bildungswerk der Humanistischen Union. Außerdem berichteten Jugendliche über ihre Lernerfahrungen im Kontext der NS-Geschichte.

„Mit Tagungen wie dieser möchten wir einen Beitrag zur Netzwerkbildung leisten und einen fachlichen Austausch ermöglichen“, sagte Dr. Astrid Sahm, Geschäftsführerin der IBB gGmbH Dortmund. „Das gemeinsame Engagement ist auch im internationalen Kontext von wichtiger Bedeutung, wenn wir zu einer europäischen Erinnerungskultur beitragen wollen.“

Die Tagung wurde gemeinsam organisiert von der Evangelischen Akademie Villigst im Institut für Kirche und Gesellschaft der Evangelischen Kirche von Westfalen und dem Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk gGmbH in Dortmund.

Das IBB in Dortmund (IBB gGmbH) ist seit 2016 anerkannte Zentralstelle zur Förderung von Gedenkstättenfahrten des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Seit 2019 werden die Gedenkstättenfahrten im Rahmen des Bundesprogramms „Jugend erinnert“ aus Mitteln des BMFSFJ und des Auswärtigen Amts finanziert. Im vergangenen Jahr wurden 185 Gedenkstättenfahrten der außerschulischen Jugendarbeit durch das IBB gefördert (nach 139 Fahrten im Jahr 2018 und 91 Fahrten im Jahr 2017). Aus Mitteln des Kinder- und Jugendplans des Bundes werden Gedenkstättenfahrten außerschulischer Träger der Jugendarbeit bezuschusst. Diese Förderung erfolgt ergänzend zu den Programmen der Länder für schulische Gedenkstättenfahrten.

Foto oben: (v.l.n.r.) Peter Junge-Wentrup, Beauftragter für Gedenkstättenfahrten der IBB gGmbH Dortmund, Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, Antisemitismusbeauftragte des Landes NRW, Dr. Astrid Sahm, Geschäftsführerin der IBB gGmbH und Michael Moser, Referent für politische Jugendbildung der Evangelischen Akademie Villigst im Institut für Kirche und Gesellschaft eröffneten die Konferenz. Fotos: IBB Dortmund – Stephan Schütze

Die Rede der Antisemitismusbeauftragten Sabine Leutheusser-Schnarrenberger finden Sie hier. 

Das Programm der Tagung finden Sie hier.